Getöteter Fallschirmjäger : Trauer um gefallenen Soldaten

Soldaten der Bundeswehr haben am Wochenende im Feldlager Kundus in Nordafghanistan Abschied von ihrem getöteten Kameraden genommen. Auch seine Heimatgemeinde Selsingen in Niedersachsen gedachte des 26-Jährigen.

Trauer um den getöteten deutschen Soldaten in seinem Heimatort.
Trauer um den getöteten deutschen Soldaten in seinem Heimatort.Foto: dpa

Sein Leichnam war nach der Trauerfeier am Samstag nach Deutschland geflogen worden. Der Oberfeldwebel war am Donnerstag bei einem Selbstmordanschlag der radikalislamischen Taliban in der Unruheprovinz Baghlan ums Leben gekommen.
Eine zentrale Trauerfeier der Bundeswehr soll nach Angaben der Bundeswehr in dieser Woche stattfinden. Ort und Zeitpunkt standen am Sonntag noch nicht fest. Bei dem Anschlag waren zudem 14 deutsche Soldaten verletzt worden. Bisher sind insgesamt 44 deutsche Soldaten beim Bundeswehr-Einsatz am Hindukusch ums Leben gekommen.

   Bei der 45-minütigen Trauerfeier im Ehrenhain des Bundeswehr- Stützpunktes Kundus sprachen Militärpfarrer Bernd Göde und Bataillonskommandeur Christian von Blumröder Worte des Gedenkens.

„Unsere tiefe Anteilnahme gilt seiner Familie und seinen Freunden“, sagte der Kommandeur nach Angaben des Einsatzführungskommandos in Potsdam. Der Sarg mit dem Fallschirmjäger war bei der Feier auf einem Transportpanzer aufgebahrt.
Anschließend wurde er durch ein Ehrenspalier zum Hubschrauber- Landeplatz geleitet. Der Leichnam wurde zunächst ins usbekische Termes geflogen. Von dort brachte ihn ein Airbus nach Deutschland, wo er am Abend auf dem Luftwaffenstützpunkt Köln-Wahn eintraf.

Beim Gottesdienst in Selsingen beteten rund 140 Kirchenbesucher und zündeten Kerzen für den Oberfeldwebel an, wie der Sprecher des Kirchenkreises Bremervörde-Zeven, Kay Oppermann, sagte. „Die Kirche war deutlich voller als bei anderen Gottesdiensten am Sonntag“, sagte Oppermann. Pastor Andreas Paulig hielt keine Predigt. Dafür erklang meditative Musik. Auch einige Kameraden des jungen Soldaten vom Fallschirmjägerbataillon 313 der Luftlandebrigade 31 nahmen, allerdings in zivil, Abschied. Ob Familienangehörige des getöteten Soldaten teilnahmen, war unklar. (dpa)

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