GEW-Umfrage : Lehrer beklagen sich über Arbeitsbedingungen

Zu kleine Räume, zu viele Schüler, kein Lärmschutz, zu kalte oder zu heiße Klassenzimmer. Die Liste der Klagen von Lehrern ist endlos.

An jeder zweiten Schule gibt es nach Aussage der Schulleitungen zu wenig Computer. Auch wird der Zustand der Schulbüchereien beklagt. Unterrichtsmaterialien werden als unzureichend oder veraltet empfunden. Das sind Ergebnisse einer Online-Umfrage der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), an der rund 3800 Lehrer teilgenommen haben. Auslöser für die Umfrage war die Weigerung der Kultusminister, an der internationalen OECD-Lehrerstudie teilzunehmen. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hatte weltweit in 23 Industrienationen rund 90.000 Pädagogen im Rahmen ihrer Talis-Studie nach ihrer Arbeitssituation befragt. 

Die GEW hatte für ihre Befragung mit Zustimmung der OECD die Talis-Fragebögen verwendet. Die GEW-Vizevorsitzende Marianne Demmer sagte, die deutschen Ergebnisse belegten, dass "die meisten Lehrer verkannte Helden des Alltags sind", die engagiert und oft unter schwierigsten Arbeitsbedingungen unterrichteten.

Die Ergebnisse der Talis-Studie (Teaching and Learning International Survey) waren am Dienstag dieser Woche in Brüssel vorgestellt worden. Danach beklagten viele Lehrer, dass es an Anreizen mangele, den Schulunterricht zu verbessern. Gleichzeitig verschlechtere sich die Disziplin der Schüler.

ZEIT ONLINE, dpa, sp

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