Gewalt beim G20-Gipfel : Maas fordert Fahndungshilfe von EU-Partnern

Justizminister Heiko Maas appelliert an die EU-Partner, Deutschland bei der Aufklärung der Gewalttaten beim G20-Gipfel in Hamburg zu unterstützen.

Justizminster Heiko Maas
Justizminster Heiko MaasFoto: Reuthers/Hannibal Hanschke

Nach den schweren Krawallen auf dem G20-Gipfel in Hamburg fordert die Bundesregierung einem Pressebericht zufolge rasche Fahndungshilfe von den EU-Partnern. Einen entsprechenden Appell habe Justizminister Heiko Maas (SPD) in einem Schreiben an seine europäischen Amtskollegen gerichtet, berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgabe) vorab.

Forderung nach europäischer Linkextremisten-Datei

"Bitte lassen Sie deutsche Rechtshilfeersuchen im Zusammenhang mit den G20-Taten von Ihren nationalen Behörden vordringlich bearbeiten", wurde Maas zitiert. "Viele Fotos und Videoaufnahmen werden jetzt ausgewertet, um die Täter namhaft zu machen. Dabei sind wir auch auf die Unterstützung unserer ausländischen Partner angewiesen." Der Minister habe seine Kollegen zugleich aufgerufen, zügig europäische Haftbefehle zu vollstrecken, die von deutscher Seite ausgestellt werden.

Zuvor bereits hatten Politiker von Union und SPD eine europäische Linksextremisten-Datei verlangt, darunter Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU). Bei den Ausschreitungen am Rande des Gipfels der führenden Industrie- und Schwellenländer wurden den Sicherheitsbehörden zufolge fast 500 Polizisten verletzt, Autos wurden in Brand gesetzt und Geschäfte geplündert. (Reuters)

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