Politik : Gewalt von rechts nimmt ab

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In Mecklenburg-Vorpommern sind weiterhin rund 900 als gewaltbereit eingestufte Skinheads aktiv. Das ist knapp ein Zehntel der rechten Gewalt-Szene, die von den Verfassungsschützern bundesweit registriert wird. Nach Aussagen des Extremismus-Berichts des Landes, den Innenminister Gottfried Timm (SPD) gestern vorstellte, ist die Zahl der rechtsextrem motivierten Gewalttaten aber deutlich gesunken. 2001 wurden 40 derartige Delikte gezählt, im Jahr zuvor waren es noch 50. In Mecklenburg-Vorpommern gelten insgesamt 1700 Personen als rechtsextrem. Dazu werden unter anderem auch Mitglieder von NPD, DVU und Republikanern gezählt. So genannte rechte Kameradschaften will Timm weiterhin "konsequent" beobachten lassen. Neun davon waren im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern mit zehn bis 40 Mitgliedern aktiv, unter anderem in Anklam und auf Usedom. Zugenommen hat die Zahl rechtsextremer Musikveranstaltungen - von 15 auf 24. Der Linksextremismus habe in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr eine "untergeordnete" Rolle gespielt, sagte Timm. Die meisten linksorientiert motivierten Straftaten seien während Gegendemonstrationen zu rechten Aufmärschen registriert worden.

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