Politik : Gewerkschaft: Wulff will Mitbestimmung „anschießen“

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Berlin Die Gewerkschaft IG Metall hat dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) vorgeworfen, die betriebliche Mitbestimmung in Frage zu stellen. Der stellvertretende IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber sagte dem Tagesspiegel, Wulff wolle dieses Modell im Zuge der VW-Affäre „anschießen“. Die Gegner der Mitbestimmung nutzten die Probleme bei VW als „willkommene Gelegenheit“.

Bei den Verbrauchern wirkt die VW-Affäre um Betrugsvorwürfe und angebliche Lustreisen von Betriebsräten offenbar nach. „Wir spüren die Auswirkungen. Das Thema ist drin in den Kundenköpfen“, sagte Michael Lamlé, Geschäftsführer des VW-Händlerverbands. In einer Umfrage sehen über zwei Drittel der Befragten einen Imageschaden für VW.

Derweil gerät ein weiterer deutscher Konzern wegen Korruptionsvorwürfen in die Schlagzeilen. Beim Münchner Computerchiphersteller Infineon trat Vorstand Andreas von Zitzewitz überraschend zurück. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn, weil er Bestechungsgelder einer Beratungsfirma bekommen haben soll. Am Freitag hatten Fahnder die Infineon-Zentrale durchsucht. Tsp/dpa

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