Gipfel in Lissabon : Blair als EU-Ratspräsident im Gespräch

Das neu eingerichtete Amt des EU-Ratspräsidenten könnte an den früheren englischen Premier Blair fallen. Sympathien für diese Lösung hegt etwa Nicolas Sarkozy, der Blair den "europäischsten Engländer" nannte.

Blair
"Ziemlich intelligent": Nicolas Sarkozy hält offenbar viel von Tony Blair. -Foto: AFP

LissabonFür den Posten des neuen EU-Ratspräsidenten ist der frühere britische Premierminister Tony Blair im Gespräch. Blair sei ein "sehr bemerkenswerter Mann" und "der europäischste" unter den Engländern, sagte der französische Präsident Nicolas Sarkozy zum Ende des EU-Gipfels in Lissabon. Zwar kenne er Blairs Absichten nicht, aber es sei "ziemlich intelligent", an ihn im Zusammenhang mit diesem Posten zu denken. Allerdings bescheinigte Sarkozy auch dem luxemburgischen Ministerpräsidenten Jean-Claude Juncker, für das Amt geeignet zu sein.

Der britische Premierminister Gordon Brown sagte, sein Vorgänger sei "ein großartiger Kandidat für jede bedeutende internationale Aufgabe". Dabei würdigte er Blairs derzeitige Tätigkeit als Sondergesandter des Nahost-Quartetts. Allerdings sei es verfrüht, jetzt über die Besetzung des neuen EU-Postens zu spekulieren. Der in Brüssel angenommene EU-Reformvertrag sieht einen EU-Ratspräsidenten vor, der für zweieinhalb Jahre ernannt wird und künftig die Gipfeltreffen der EU-Staaten vorbereiten soll. (mit AFP)

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben