Gipfeltreffen : Asean-Gipfel wegen Terrorwarnung verschoben

Wegen eines möglichen Terrorangriffs ist der für Sonntag geplante Gipfel des Verbandes Südostasiatischer Staaten (Asean) auf der philippinischen Ferieninsel Cebu verschoben worden. Es habe Anschlagsdrohungen gegeben.

Cebu - Auch der Ostasien-Gipfel, der am Mittwoch auf Cebu beginnen sollte, wurde verschoben, hieß es aus dem Außenministerium in Manila. Beide Treffen sollen nun im Januar stattfinden.

Die philippinische Polizei nahm nach Angaben eines Behördenvertreters Ermittlungen auf. Es bestehe der Verdacht, dass "Terroristen" das Wasser auf Cebu vergiften wollten. Australien, Großbritannien, die USA, Japan und Neuseeland hatten Reisewarnungen für Cebu auf Grund der Anschlagsbedrohung herausgegeben. Nach Angaben des australischen Außenministeriums sollen die Planungen die Schlussphase erreicht haben. Unklar war, wer die Täter sein könnten. Die zwei größten islamistischen Untergrundorganisationen auf den Philippinen sind die Abu Sayyaf und die Moro-Islamische Befreiungsfront (MILF). Letztere führen gerade Friedensgespräche in Manila.

Taifun "Utor" erwartet

Auch das für Samstag geplante Treffen der Außen- und Wirtschaftsminister der Asean-Mitgliedsstaaten wurde abgesagt. Das Organisationskomitee begründete die Entscheidung, das Spitzentreffen zu verschieben, ausschließlich mit dem Herannahen eines heftigen Taifuns. Für Samstag wurde auf den Philippinen der Taifun "Utor" erwartet.

Der Asean-Gipfel und der Ostasien-Gipfel gehören zu den wichtigsten Terminen asiatischer Regierungschefs. Am Sonntag sollten zunächst die Regierungschefs der zehn Asean-Mitglieder Malaysia, Indonesien, Philippinen, Singapur, Thailand, Brunei, Laos, Vietnam, Kambodscha und Birma zusammenkommen. Ab Mittwoch sollten ihre Kollegen aus den sechs Nachbarstaaten China, Japan, Südkorea, Indien, Australien und Neuseeland hinzustoßen. Am Rande dieser Veranstaltung war auch ein Treffen zwischen dem chinesischen Regierungschef Wen Jiabao und seinem japanischen Kollegen Shinzo Abe geplant. (tso/AFP)

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