Politik : Glaubwürdigkeit

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STOIBER: Herr Schröder ist der Kanzlerkandidat der SPD, er ist aber auch der Kanzlerkandidat der Grünen – und ob er das will oder nicht, auch die PDS sagt, im Zweifel wählt sie ihn. Er ist ihr Kanzlerkandidat. Unser potenzieller Koalitionspartner, die FDP, hat einen eigenen Kanzlerkandidaten. Das heißt, ich befinde mich in Deckungsgleichheit mit Menschen, die der CDU und CSU zuneigen, und ich hoffe, dass ich das über 40 Prozent steigern kann.

SCHRÖDER: Ich arbeite 16 Stunden am Tag. Ich denke auch, dass derjenige, der nicht in der Lage ist, mit den Menschen sich zu freuen, auch Schwierigkeiten hat Anteil zu nehmen an dem, was tragisch ist, was Leiden verursacht. Deswegen denke, ich muss den ganzen Menschen sehen und darf ihn nicht aufteilen. Man sollte sowieso weniger über Image reden als über das, was jemand tut. Vielleicht zeigt sich gerade in schwierigen Situationen, wer in der Lage ist, die notwendigen Entscheidungen zu treffen und wer nicht.

STOIBER: Ich glaube, dass das Image oft verzerrt dargestellt wird. Wenn man zwei Mal bei Landtagswahlen weit mehr als 50 Prozent erreicht, dann steht man in der Mitte. Es war eine falsche Einschätzung der SPD, dass sie ihre ganze Strategie zunächst darauf gerichtet hat, Edmund Stoiber als Rechtsaußen oder als Rechten darzustellen. Und was die Homoehe anbelangt: Wir waren dagegen, aber man muss natürlich auch akzeptieren, dass die demokratische Mehrheit anders entschieden hat. Man kann nicht alles von der alten Regierung wieder aufheben. dpa

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