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Google meets Nordkorea : Tochter von Google-Chef bloggt über "bizarre" Reise

21.01.2013 09:37 Uhr
Google-Chef Eric Schmidt (links) und der ehemalige Gouverneur von New Mexico, Bill Richardson, am Flughafen von Beijing nach ihrer Rückkehr aus Nordkorea: Ein "bizarres" Land, wie Schmidts Tochter nun bloggte.Bild vergrößern
Google-Chef Eric Schmidt (links) und der ehemalige Gouverneur von New Mexico, Bill Richardson, am Flughafen von Beijing nach ihrer Rückkehr aus Nordkorea: Ein "bizarres" Land, wie... - Foto: dpa

Es ist, als habe Nordkorea nun sein eigenes StreetView: Sophie Schmidt, Tochter von Google-Chef Eric Schmidt, begleitet ihren Vater auf der umstrittenen Reise nach Nordkorea. Jetzt gewährt ihr Blog intime Einblicke in das Land - wobei sie "nicht auf diese Tour habe vorbereiten können".

Nach dem umstrittenen Besuch von Google-Chef Eric Schmidt im abgeschotteten Nordkorea hat dessen Tochter Sophie den Besuch in dem „sehr bizarren“ Land in einem Internet-Blog geschildert. „Unser Besuch war eine Mischung aus gut organisierten Treffen, perfekt inszenierten Besichtigungen und wirklich menschlich wirkenden Momenten“, schrieb die 19-Jährige am Wochenende in einem Blog mit dem Titel "It might not get weirder than this" - "Es kann wohl nicht seltsamer werden".

Sophie Schmidt hatte ihren Vater bei dem dreitägigen Besuch in dem Land Anfang Januar begleitet.

Die 19-Jährige schreibt: "Wir hatten keinen Kontakt mit Nordkoreanern, die nicht ordnungsgemäß vom Staat abgesegnet wurden, und wir waren nie weit weg von unseren zwei Aufpassern." Über die Besichtigung einer Online-Bibliothek in der Kim-Il-Sung-Universität berichtete sie, zwar hätten etwa 90 Studenten vor den Computern gesessen, niemand habe aber wirklich etwas getan. "Einige scrollten oder klickten, aber der Rest starrte nur vor sich hin", schrieb Sophie Schmidt - und bebildert die Szenen in einem Online-Fotoalbum. Kein einziger habe aufgeblickt, als die Besuchergruppe den Raum betreten habe. "Sie hätten auch Figuren sein können."

Über die Fernsehauswahl auf dem Hotelzimmer (drei Sender), notierte sie: "Mein Toleranzlevel gegenüber Videos à la 'Kim Jong Un in einer Menschenmasse' erwies sich als erstaunlich hoch."  

Als eines der isoliertesten und zensiertesten Länder der Welt verfügt Nordkorea lediglich über eine Art Inlands-Intranet mit einer sehr geringen Zahl an Nutzern. Experten zufolge kann nur die Elite des Landes auf das Internet zugreifen, was auf wenige hundert und maximal tausend Menschen zutrifft. Eric Schmidt hatte nach eigenen Angaben bei seinem Besuch in dem Land erklärt, dieses werde sich nicht entwickeln, sollte es nicht für die Internet-Freiheit eintreten. Die US-Regierung hatte den Besuch Schmidts kritisiert, über den bislang nicht viel bekannt wurde.

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Sie waren zusammen im Afghanistan-Einsatz. Jetzt sitzen sie auf entscheidenden Posten im Ministerium. Sie prägen das Bild, das sich die Ministerin macht. Sie bestimmen Ausrichtung, Struktur und Selbstverständnis der Truppe. Welche Folgen hat das für Deutschlands Sicherheit?
Eine Recherchekooperation des Tagesspiegels mit dem ARD-Magazin "Fakt".

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