Politik : Greenpeace: 500 Tonnen Tropenholz besetzt - Protest gegen angeblich illegale Einfuhr

Greenpeace-Mitglieder haben am Donnerstag in Nordenham bei Bremerhaven einen Berg von rund 500 Tonnen Urwaldholz besetzt. Die 20 Umweltschützer protestierten damit gegen die angeblich illegale Einfuhr von Tropenholz. Das Holz war zuvor im Midgard-Hafen von einem Frachter entladen worden.

"Wir fordern die Namen der Empfänger des Tropenholzes", sagte eine Greenpeace-Sprecherin. Die Umweltschützer bemalten die Stämme bei ihrer Aktion mit Farbe. Einzelne Mitglieder ketteten sich an Baumstämme und Kräne im Hafen, um einen weiteren Transport des Holzes zu verhindern. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation stammt das angelandete Holz aus nicht genehmigten Urwald-Rodungen im westafrikanischen Kamerun. Mit Transparenten forderte Greenpeace zudem den G-8-Gipfel in Japan auf, die seit Jahren angekündigten Schutzregeln für Tropenwälder zu beschließen. Den Angaben zufolge war der Frachter "Aegis" mitsamt seiner Holzladung bereits vor einigen Tagen in Portugal Ziel einer Greenpeace-Aktion.

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