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Grenzgebiet zu Pakistan : Iranischer Gouverneur dementiert Festnahme von US-Soldaten

Sieben US-Soldaten sollen nach iranischen Medienberichten versucht haben, die Grenze zwischen Pakistan und der Islamischen Republik zu überqueren. Daraufhin seien sie festgenommen worden. Offizielle Stellen widersprechen dieser Darstellung.

Iranische Behörden haben die Festnahme von sieben US-Soldaten an der Grenze zu Pakistan dementiert. Der TV-Sender El Alam berichtete am Sonntag unter Berufung auf den Generalgouverneur der Provinz Sistan-Balutschistan, Ali Mohammed Asad, "kein amerikanischer Soldat" sei festgenommen worden.

Zuvor hatten die halbamtliche Agentur Fars sowie die Webseite Javanonline.ir berichtet, die Amerikaner hätten versucht, illegal die Grenze zu überqueren, um in die Islamische Republik zu gelangen. Der Vorfall habe sich im Südosten an der Grenze zu Pakistan ereignet. Es seien zudem zwei Iraner festgenommen worden, die die US-Soldaten begleitet hätten. Von US-amerikanischer Seite gab es zunächst keine Stellungnahme.

Die Revolutionsgarden sind eine Elitetruppe und eine der zentralen Stützen der Islamischen Republik. Die Beziehungen zwischen dem Iran und den USA sind traditionell angespannt, seit der Islamischen Revolution von 1979 unterhalten die beiden Länder keine diplomatischen Beziehungen mehr.

Irans Präsident Präsident Mahmud Ahmadinedschad forderte am Sonntag im US-Fernsehsender ABC News die Freilassung von acht in den USA festgehaltenen Iranern. Ahmadinedschad erhob seine Forderung nur wenige Tage nach der Freilassung der mehr seit einem Jahr in Iran festgehaltenen US-Bürgerin Sarah Shourd. Sie war am Sonntag vom Oman aus, das in ihrer Affäre vermittelt hatte, auf dem Weg in ihr Heimatland. Zwei mit ihr festgenommene US-Bürger sind noch immer im Iran in Haft.

Im vergangenen Jahr waren im irakisch-iranischen Grenzgebiet drei US-Bürger bei einem ähnlichen Zwischenfall festgenommen worden. Nach US-Angaben handelte es sich damals um drei Wanderer. Der Iran warf den Amerikanern dagegen Spionage vor. (sf/rtr/AFP)

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