Griechenland : Hunderte Verletzte bei Ausschreitungen in Athen

Straßenschlachten rund um den Syntagmaplatz: Nach der Zustimmung des griechischen Parlaments zum Sparpaket der Regierung haben sich die gewalttätigen Proteste in Athen verschärft.

18./19. Juli 2011: In ganz Griechenland streiken die Taxi-Fahrer für 48 Stunden. Wie hier auf Kreta arten die Proteste vereinzelt in Gewalt aus.Weitere Bilder anzeigen
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19.07.2011 10:0718./19. Juli 2011: In ganz Griechenland streiken die Taxi-Fahrer für 48 Stunden. Wie hier auf Kreta arten die Proteste vereinzelt...

Rund um den Syntagmaplatz im Stadtzentrum der griechischen Hauptstadt lieferten sich hunderte Randalierer am Mittwochabend Straßenschlachten mit der Polizei. Sie schleuderten Steine und andere Wurfgeschosse auf die Beamten und warfen Molotowcocktails auf Bankfilialen und die Post. Die Polizei setzte weiter massiv Tränengas ein.

Rund 150 Verletzte wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Krankenhaus behandelt, darunter auch 31 Polizisten. Elf Randalierer wurden festgenommen. Hunderte Demonstranten flüchteten sich in die U-Bahnstation, wurden von der Polizei aber wieder auf den Platz zurückgetrieben. Der Platz selbst glich einem Schlachtfeld, mit rauchenden Mülleimern, zu Barrikaden angehäuften Bürostühlen und eingeschmissenen Schaufensterscheiben. Vor dem Finanzministerium bedrängten Dutzende vermummte Jugendliche weiter die Polizei.

Die Ausschreitungen führten zu heftigen Auseinandersetzungen im Parlament, das noch am Abend seine Debatte über das Ausführungsgesetz zu dem Paket aufnahm. Die Abstimmung ist für Donnerstag vorgesehen. Am Nachmittag hatte das Parlament dem neuen Sparpaket zugestimmt. Die Zeit drängte, denn nur so können neue Hilfsgelder der EU freigeben werden.(mit AFP)

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