Politik : Griechenland: Sieben Jahre länger arbeiten

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Die Defizite der griechischen Rentenversicherung werden im laufenden Jahr etwa 3,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erreichen. Weil immer weniger Beitragszahler für immer mehr Rentner aufkommen müssen, wird sich der Fehlbetrag bis zum Jahr 2025 auf mehr als elf Prozent des Bruttoinlandsprodukt erhöhen - das steht unterm Strich, wenn so weiter gewirtschaftet wird wie bisher.

Die Reformpläne der Regierung sehen ein einheitliches Rentenalter von 65 Jahren vor, nachdem viele Griechen, insbesondere im Öffentlichen Dienst, derzeit bereits im Alter von 58 Jahren in Pension gehen können. Frauen steht unter bestimmten Umständen sogar schon nach 15 Berufsjahren eine Rente zu. Um die Rentenfinanzen zu sanieren, will die Regierung außerdem die Ruhegelder, die in manchen Fällen höher liegen als das letzte Nettogehalt, kürzen.

Unter dem Druck massiver Proteste hat die Regierung inzwischen zurückgesteckt und ihre Reformpläne, wie Arbeitsminister Tassos Jannitsis erklärte, vorläufig "eingefroren". In den kommenden Wochen will die Regierung mit den Tarifparteien über ein Sanierungskonzept verhandeln.

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