Politik : Groß und meistens zuverlässig

Bislang hatte die Bundeswehr mit dem CH-53 kaum Probleme

-

Trotz seines Alters gilt der CH53 als einer der sichersten Hubschraubertypen der Welt. Nach Angaben des Vorsitzenden des Bundeswehrverbandes, Bernhard Gertz, hat es mit diesem Modell seit seiner Einführung nur sehr wenige Flugunfälle gegeben. Allerdings fliegen die CH-53 der Bundeswehr in Afghanistan unter extremen klimatischen Bedingungen. Im Sommer steigt die Temperatur in der Region auf 40 Grad an und fällt in den Wintermonaten weit unter den Gefrierpunkt. Staub und Sand erschweren den Einsatz in der Wüstenregion.

Ein zusätzliches Problem ist die große Höhe. Der Flughafen von Kabul liegt rund 1800 Meter über dem Meeresspiegel. Flüge bei hohen Temperaturen und in großen Höhen, so genannte „Hot-and-High-Einsätze“, reduzieren die Leistungsfähigkeit von Triebwerken von Hubschraubern und Flugzeugen. Geringerer Luftdruck verringert die Schubkraft. Außerdem können die Aggregate nicht mehr optimal gekühlt werden. Piloten berechnen in diesen Fällen mit speziellen Tabellen Nutzlast und Startstrecke. Selbst bei einem totalen Triebwerksausfall lassen sich Hubschrauber normalerweise mit dem so genannten Autorotationsverfahren sicher landen.

Die Maschinen des Typs CH-53 sind die größten Transporthubschrauber der Bundeswehr. Eingesetzt wird der CH-53 für Personen- sowie Materialtransporte und Sonderaufgaben wie Hilfseinsätze bei Katastrophen. Entwickelt wurde er zu Beginn der 60er Jahre in den USA. Die Bundeswehr verfügt jetzt noch über 104 Maschinen. Der CH-53 soll noch bis über das Jahr 2020 hinaus eingesetzt werden.

Im 9,15 Meter langen Laderaum des CH-53 finden bis zu 36 Soldaten Platz, seine Transportkapazität beträgt 5,5 Tonnen. Die Hauptkabine ist knapp 2,30 Meter breit und 1,98 Meter hoch. Die Besatzung des Hubschraubers mit einer Länge von 20,5 Metern und einem Grundgewicht von 10,7 Tonnen besteht aus vier Personen. Angetrieben werden die CH-53 von zwei Turbinen mit einer Leistung von je 2927 Kilowatt. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar