• Große Militärparade – aber keine neue Rakete in Pjöngjang Im Atomstreit bewahrheiten sich Spekulationen um Waffe nicht

Politik : Große Militärparade – aber keine neue Rakete in Pjöngjang Im Atomstreit bewahrheiten sich Spekulationen um Waffe nicht

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Seoul (dpa). Begleitet von neuen Drohungen zum Ausbau seiner atomaren Abschreckung hat das kommunistische Nordkorea am Dienstag den 55. Jahrestag seiner Gründung gefeiert. Bei einer Militärparade in der Hauptstadt Pjöngjang marschierten im Beisein von Machthaber Kim Jong Il laut südkoreanischen Berichten etwa 20 000 mit Gewehren bewaffnete Soldaten der Volksarmee auf. Raketen, Panzer und anderes schweres Kriegsgerät seien bei der Parade, die „Hunderttausende“ Zuschauer angelockt habe, jedoch nicht vorgeführt worden, hieß es in nordkoreanischen Medien.

Nordkoreas Demonstration militärischer Stärke fiel damit kleiner als erwartet aus. Angesichts des Konflikts um das nordkoreanische Atomprogramm wurde die Parade in Südkorea und anderen Ländern aufmerksam verfolgt. Zuvor hatte es Spekulationen über die mögliche Vorführung einer angeblich neu entwickelten nordkoreanischen Mittelstreckenrakete und anderer Raketenwaffen gegeben. Südkoreanische Medien hatten zudem befürchtet, dass Nordkorea am Jahrestag möglicherweise einen Atom oder Raketentest durchführen könne. Am Montag hatte Nordkoreas Botschafter in Moskau, Pak Ui Chun, mitgeteilt, Pjöngjang halte an seinem umstrittenen Atomprogramm fest.

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