Politik : GROSSER ZAPFENSTREICH

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Der militärische Brauch des Großen Zapfenstreichs geht auf die Zeit der Landsknechte bis ins 16. Jahrhundert zurück. Die feierliche Militärmusik mit ihrer Spielfolge von Trommel und Pfeifenstücken, Reitersignalen und dem Gebet, findet in der jetzigen Form seit 1838 zu besonderen Anlässen statt. Die Zeremonie wurde auch in der kaiserlichen Armee, der Reichswehr und auch der Wehrmacht gepflegt. Wenn im 16. Jahrhundert die Landsknechte nach Zechgelagen zur festgesetzten Stunde in ihre Lager zurückkehren sollten, ging ein Offizier, begleitet von einem „Spil“ – den Spielleuten, einem Pfeifer und einem Trommler – durch die Schänken und schlug („strich“) mit seinem Stock auf den Zapfen der Fässer. Nach dieser Amtshandlung durfte der Wirt keine Getränke mehr ausschänken. Die Soldaten mussten ihre Zelte aufsuchen. Wer sich diesem Befehl, der von den Landsknechten „Zapfenschlag“ genannt wurde, widersetzte, musste mit sehr harten Strafen rechnen.ddp

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