Politik : Großstädte legen zu

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Unter den zehn größten Städten Deutschlands unterliegen nicht alle dem demographischen Negativtrend. So verzeichneten Frankfurt am Main sowie Düsseldorf und München in den vergangenen Jahren einen Geburtenanstieg – am deutlichsten die Mainmetropole, in der 2004 immerhin 584 Kinder mehr zur Welt kamen als 2000. Das ist ein Anstieg von 9,4 auf 10,2 Geburten pro 1000 Einwohner. Düsseldorf lag 2004 mit 9,5 Geburten (2000: 9,2) ebenfalls leicht im Plus, wie auch München mit 10 (2000: 9,8). Das Statistische Bundesamt ermittelte für das Jahr 2005 bundesweit weniger als 700 000 Lebendgeburten, das ist der niedrigste Stand seit 1946. In Berlin , Hamburg und Stuttgart registrierten die Standesämter seit der Jahrtausendwende gemessen an der Einwohnerentwicklung keinen größeren Geburtenrückgang. Den Grund sehen Experten vor allem im Zuzug jüngerer Menschen in städtische Zentren. „Manche Städte sind für junge Leute wieder attraktiv, dadurch entstehen dort auch mehr Familien“, sagt der Berliner Bevölkerungsforscher Reiner Klingholz. Für andere Großstädte gilt dies nicht: In Essen , Dortmund sowie Bremen und Köln gingen die Geburten seit 2000 deutlich zurück. dpa

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