Politik : Grüne fordern Konferenz zur Zukunft des Balkans

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(dpa). Trotz zunehmender Kritik an der schlechten Sicherheitslage in der südserbischen Provinz Kosovo werden die 3800 deutschen Soldaten in der Unruheregion bleiben. „So lange das Problem nicht gelöst ist, werden wir unsere Truppen hier lassen“, sagte Verteidigungsminister Peter Struck am Montag in der KosovoHauptstadt Pristina. Zuvor hatten der Bundeswehrverband und der frühere Kommandeur der Kosovo-Friedenstruppe Kfor, General Klaus Reinhardt, die Kosovo-Politik der internationalen Staatengemeinschaft kritisiert und den Sinn des Bundeswehreinsatzes in Frage gestellt. Grünen-Chefin Angelika Beer forderte eine internationale Konferenz über die Zukunft des Balkans. Beer sagte der „Welt“, nach zehn Jahren in Bosnien und fünf Jahren Kosovo-Präsenz müsse die Staatengemeinschaft dringend eine Zwischenbilanz ziehen. Es sei nicht gelungen, das Zusammenleben der Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen.

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