Politik : Grüne gehen auf Distanz zu Ostermärschen

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Bonn/Berlin - Die Friedensbewegung hat die Kritik der Grünen an den Ostermärschen wegen ihrer angeblich geringen Aussagekraft zurückgewiesen. Die Parteivorsitzende Claudia Roth und der Verteidigungsexperte Winfried Nachtwei müssten es aus der früheren engen Zusammenarbeit eigentlich besser wissen, erklärte das Netzwerk Friedenskooperative in Bonn. Die Grünen-Politiker müssten „von den vielen von Friedensorganisationen ausgearbeiteten detaillierten Vorschlägen für zivile Alternativen zu Krieg und militärischem Vorgehen Kenntnis haben“, sagte Netzwerk-Geschäftsführer Manfred Stenner. Roth hatte die Ostermärsche zwar als eine „noch immer gute und wichtige Tradition“ bezeichnet. Sie kritisierte aber, die meisten dieser Aktionen sagten „notorisch wenig“ dazu, „wie internationalen Krisen, Gewalt und Krieg begegnet werden kann“. Der Blick verenge sich „zu oft allein auf die Ablehnung des Militärischen“. Stenner dazu: „Die Grünen-Spitze brüskiert mit ihrer überheblichen Distanzierung auch große Teile ihrer eigenen Basis, die sich der Friedensbewegung eng verbunden fühlen.“ Die Friedensbewegung setzte am Samstag ihre tags zuvor begonnenen Ostermärsche fort. dpa

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