Guatemala : Stichwahl um Präsidentenamt

Bei der ersten Runde der Präsidentenwahl in Guatemala hat höchstwahrscheinlich keiner der Kandidaten die zum Sieg erforderliche absolute Mehrheit der Stimmen erreicht.

Guatemala-Stadt In Guatemala wird es voraussichtlich eine Stichwahl zwischen dem Zentrumspolitiker Alvaro Colom von der Partei Nationale Einheit der Hoffnung (UNE) und dem rechtsgerichteten ehemaligen General Otto Pérez Molina von der Patriotischen Partei (PP) geben. Zwei verschiedenen Nachwahlbefragungen zufolge lag nach dem ersten Durchgang am Sonntag Colom zwischen fünf und acht Prozentpunkten vor Molina. Die Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú landete demnach abgeschlagen bei 2,9 Prozent.

Nach einem extrem gewalttätigen Wahlkampf, in dessen Verlauf mehr als 50 Parteimitglieder und Kandidaten auf lokaler Ebene getötet wurden, verlief der Urnengang verhältnismäßig ruhig. Der Chef der EU-Beobachtermission Wolfgang Kreissl-Dörfler äußerte sich "angenehm überrascht" vom Ablauf der Wahl.

Der zweite Durchgang findet am 4. November statt. Das neue Staatsoberhaupt wird für vier Jahre gewählt und kann nicht für ein zweites Mandat antreten. Die Amtszeit beginnt im Januar. Gewählt wurden am Sonntag auch die 158 Abgeordneten des Parlaments sowie 332 Bürgermeister. (mit AFP, dpa)

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