Politik : Gut versorgt

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Der Speiseraum ist gemütlich, die Küche des Hauses ausgezeichnet. Im vatikanischen Hospiz Santa Marta , wo die 117 wahlberechtigten Kardinäle während des Konklaves wohnen werden, wird ein sehr guter Weißwein aus den Albaner Bergen serviert sowie vorzügliche Pasta.Das komfortable Gästehaus wurde 1996 fertiggestellt. Es hat 108 Suiten und 23 Einzelzimmer – alle mit privaten Bädern – und entspricht im Standard einem guten DreiSterne-Hotel. Ein Teil der Zimmer bietet den Blick auf den Petersdom , andere haben Fenster zum Innenhof oder aus dem Vatikan heraus, an dessen Außenmauer das Gebäude angelehnt ist. Normalerweise wird das Haus als Hotel für Gäste des Vatikans genutzt, auch haben einige Kurienprälaten dort feste Appartements. In den nächsten Tagen jedoch müssen alle Bewohner ihre Zimmer räumen. Diese sind praktisch eingerichtet ohne übertriebenen Luxus, haben Fernseher und Telefon . Ob diese Geräte während des Konklaves entfernt werden, ist noch unklar. Die Entscheidung darüber trifft das Kardinalskollegium , was erstmals am Montag in Rom zusammenkommt. Denn streng genommen sollen die Kardinäle während der Papstwahl vollständig von der Außenwelt abgeschlossen sein. Neben der Hauskapelle gibt es in dem Gästehaus eine Reihe von Tagungszimmern, wo sich die Purpurträger zwischen den Wahlgängen treffen und besprechen können. Von ihrer Unterkunft laufen die Kardinäle zu den Abstimmungen hinter dem Petersdom vorbei durch die vatikanischen Gärten zu einem kleinen Innenhof, von dem aus es einen speziellen Zugang zur

Sixtinischen Kapelle gibt. Ob die

117 Herren für diesen Weg mit Bussen gefahren werden oder zu Fuß gehen müssen, ist ebenfalls noch nicht entschieden. Die an die Sixtinische Kapelle angrenzenden Räume der Vatikanischen Museen bleiben während

des Konklaves für Besucher geschlossen. Die Kardinäle können in den vatikanischen Grünanlagen niemandem begegnen – abgesehen von einigen

Gärtnern. M.G.

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