Politik : Gysi denkt noch nicht an Rückkehr

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Berlin Kehrt Gregor Gysi zurück in die Politik? Nach dem doppelten Sieg der PDS mit der Bestätigung im Europaparlament und dem Zugewinn in Thüringen wächst parteiintern der Druck auf den früheren Vorsitzenden. PDS-Stratege André Brie zeigte sich am Dienstag überzeugt, Gysi werde zurückkommen. „Ich liebe nicht nur Personalien, ich liebe auch Gregor Gysi, der muss zurück“, sagte Brie der ARD. Gysi sagte daraufhin dem Tagesspiegel: „Es gibt für mich keinen Grund, eine Comebackdebatte zu führen.“ Er sei mit seiner Tätigkeit als Anwalt „sehr zufrieden“. Er werde zwar die Landesverbände Brandenburg und Sachsen in den Wahlkämpfen „angemessen“ unterstützen, aber „in mir schreit nichts nach Veränderung meiner Situation.“

Ob der frühere PDS-Parteichef 2006 für den Bundestag kandidieren wird, werde 2005 zwischen Gysi und Parteichef Lothar Bisky 2005 besprochen, sagte PDS-Sprecher Hendrik Thalheim. „Gysi gilt als bekanntester PDS-Politiker.“ Jede Partei wäre „mit dem Klammerbeutel gepudert“, dieses Potenzial nicht zu nutzen. Auch die PDS-Bundestagsabgeordnete Petra Pau würde eine Gysi-Rückkehr unterstützen. „Dann kann er seine Fähigkeit, Politik zu verkaufen, einzubringen.“ Offenbar hat ihm der Berliner Landesverband seinen Rücktritt als Wirtschaftssenator kurz vor den Bundestagswahlen 2002 verziehen. Berlins PDS-Landeschef Stefan Liebich befürwortet Gysis Rückkehr in die Bundespolitik ebenfalls. Gysi genieße sehr hohes Ansehen als „populärster Politiker“. Dass Gysi dagegen in die Landespolitik zurückkehren wird, schließt die Berliner PDS-Spitze aus. sib

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