Politik : Haftrichter in Kanada befragt Verdächtige Männer sollen Anschlag auf Zug geplant haben

Toronto - In Kanada sind die zwei am Montag festgenommenen Terrorverdächtigen einem Richter vorgeführt worden. Die beiden Männer, die wegen des Verdachts der Planung eines Anschlags auf eine Bahnstrecke verhaftet worden waren, erschienen am Dienstag in Toronto erstmals vor Gericht. Über den Inhalt der Anhörung wurde jedoch nichts bekannt gegeben. Den Ermittlern zufolge wollten die beiden Männer mit Unterstützung von Mitgliedern des Terrornetzwerks Al Qaida im Iran einen Zug im Großraum Toronto zum Entgleisen bringen.

Der 30-jährige Chiheb E., wohnhaft in Montreal, und der 35-jährige, in Toronto lebende Raed J. waren am Montag festgenommen worden. Sie sollen nach Medienberichten tunesischer und palästinensischer Herkunft sein. Sie hätten Züge und Zugstrecken nahe der Grenze zu den USA ausgekundschaftet, teilten die Ermittler mit. Ein Anschlag habe aber nicht unmittelbar bevorgestanden. Sein Mandant sei „geschockt und voll Unglaube“ über die Vorwürfe, sagte J.s Anwalt John Norris Reportern. Es sei verwunderlich, dass die Behörden just nach den Anschlägen von Boston zugegriffen hätten.

Den Männern wird unter anderem Verschwörung zu einem Anschlag und Verschwörung mit einer terroristischen Gruppe zur Ermordung von Menschen zur Last gelegt. Sie hätten „Unterstützung von im Iran ansässigen Al-Qaida-Elementen“ erhalten, sagte James Malizia von der kanadischen Polizei. Es gebe aber „keine Hinweise, dass diese Angriffe staatlich gefördert wurden“. Irans Außenminister Ali Akbar Salehi bezeichnete die Angaben laut Nachrichtenagentur Isna als „lächerlich“. dpa/rtr

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben