Hamid Karsais Wegbegleiter : Die Hintermänner

DER FREUND

Zalmay Khalilzad

Nach dem Sturz der Taliban wurde der gebürtige Afghane Khalilzad erst zum Sondergesandten der US-Regierung für Afghanistan, später dann US-Botschafter in Kabul. Sein Einfluss auf Hamid Karsai war sehr groß. Zu groß, fanden viele Afghanen, die ihm den Spitznamen König Zal gaben. Der selbstbewusste Khalilzad war oft mehrmals täglich bei Karsai, die beiden hatten ein ausgesprochen gutes und freundschaftliches Verhältnis zueinander, das sich aber zum Ende von Khalilzads Amtszeit Mitte 2005 abgekühlt haben soll.

DER GEGNER

Mullah Omar

Der Anführer der Taliban, Mullah Omar, war quasi der Staatschef der Islamisten in Afghanistan. Besonders bekannt wurde er mit seinem Befehl im Jahr 2001, die historischen Buddha- Statuen von Bamiyan zerstören zu lassen. Möglicherweise lebt Mullah Omar im Grenzgebiet zu Pakistan oder nahe der Stadt Quetta. Am Samstag rief er zum „Heiligen Krieg“ gegen die westlichen Truppen auf. Den „Invasoren“ müsse eine „zähnebrechende Niederlage“ bereitet werden.

NOCH EIN GEGNER

Pervez Musharraf

Pakistans Präsident Pervez Musharraf und Karsai verstehen sich nicht besonders gut. Jedoch hat Musharraf jetzt bei einem Treffen mit Stammesältesten in Kabul deutlich wie selten Pakistans Mitverantwortung am Wiedererstarken der Taliban eingeräumt. Zwar sei „die Wurzel des Aufstandes“ in Afghanistan zu suchen. Es gebe aber Unterstützung für die Taliban aus den pakistanischen Stammesgebieten. „Es ist unsere Verpflichtung und Verantwortung, nicht zu erlauben, dass diese Unterstützung für Probleme in Afghanistan sorgt.“ cir

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