Politik : Hanauer Plutoniumfabrik: Wie Joschka Fischer sich früher gegen den Standort engagierte

"Wenn es nicht möglich ist, in dieser Koalition eine neue Politik zu eröffnen, die auf den Ausstieg aus der Atom- und Plutoniumwirtschaft hinzielt, dann macht diese Koalition keinen Sinn mehr."

Hessens Umweltminister Joschka Fischer laut "taz" vom 15. Januar 1987

"Selbst der härteste und pragmatischste Realpolitiker wird einen Weg in die Plutoniumwirtschaft und ihre Legalisierung nicht mitgehen." Das Genehmigungsverfahren für Alkem gehe "bei den Grünen an das Eingemachte".

Fischer laut "Frankfurter Rundschau" vom 16. Januar 1987

"Es ist nachgerade absurd, dass der Ausstieg aus der Plutoniumwirtschaft mit einer angeblich befristeten Genehmigung beginnen soll. (...) Die Zeit der Formelkompromisse ist vorbei.

Fischer laut "Frankfurter Rundschau" vom 7. Februar 1987

"Ich begrüße, dass die Koalition gerade an der Frage Atomenergie zerbrochen ist und damit der große Graben zwischen SPD und Grünen in dieser Frage sichtbar wurde."

Die Bundesvorstandssprecherin der Grünen, Jutta Ditfurth, laut "Frankfurter Rundschau" vom 10. Februar 1987

"Wir halten an unserem unbedingten Sicherheitskurs fest."

Fischer zur Aufforderung von Bundesumweltminister Klaus Töpfer, die Stillegung für die Plutoniumverarbeitung im Hanauer Siemens-Werk aufzugeben, laut "taz" vom 1. November 1991

"Büttel der Atomindustrie"

Hessens Grünen-Fraktionschef Rupert von Plottnitz über Töpfer, laut "taz" vom 1. November 1991

"Wie ein ausgepowerter Profiboxer"

"Die "taz" am 10. Dezember 1991 über Fischer

"Wir bleiben bei unserer Auffassung, wonach eine Wiederinbetriebnahme der Mox-Fertigung aus rechtlichen und sicherheitstechnischen Gründen derzeit nicht möglich ist."

Fischer, laut "taz" vom 19. Dezember 1991

"Gefahr im Verzuge"

Fischer laut dpa, 22. Dezember 1991

"Wer eine solche Bruchbude wie die frühere Alkem wieder in Betrieb nimmt, verstößt nicht nur gegen sämtliche Sicherheitsvorstellungen, sondern nimmt bewusst das Risiko von Störfällen in Kauf."

20 Umweltverbände in einem Brief an Töpfer, laut "taz" vom 9. Januar 1992

"Erhebliches Risiko"

Fischer zur Wiederaufnahme der Produktion von Mox-Brennelementen, laut "taz" vom 17. Januar 1992

"Noch kein Anlass zum Jubeln"

Eduard Bernhard vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz nach der Industrie-Entscheidung, die Mox-Fabrik nicht wieder in Betrieb zu nehmen, laut "taz" vom 25. April 1994 m.m.

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