Politik : Handschlag fürs Buch der Geschichte

Die Queen und McGuinness. Foto: Reuters
Die Queen und McGuinness. Foto: ReutersFoto: Reuters

Belfast - Mit einem Händedruck haben die britische Königin Elizabeth II. und der nordirische Vize-Regierungschef Martin McGuinness symbolisch das Ende des jahrzehntelangen Nordirland-Konflikts besiegelt. Die Monarchin kam am Mittwoch in Belfast zu einem Treffen mit dem früheren Anführer der katholischen Untergrundorganisation IRA zusammen. Dabei hielt McGuinness für einige Momente die Hand der lächelnden Elizabeth II. „Auf Wiedersehen und Gott sei mit Ihnen“, sagte er auf Irisch zum Abschied.

Das Treffen der Queen mit dem heutigen Vize-Regierungschef in Nordirland gilt nach dem drei Jahrzehnte dauernden gewaltsamen Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten in Nordirland als wichtiger Meilenstein in den Beziehungen zu Großbritannien. McGuinness war ein ranghoher Anführer der katholischen Untergrundorganisation Irisch-Republikanische Armee (IRA), als diese 1979 Lord Louis Mountbatten, bei einem Bombenanschlag tötete, einen Onkel ihres Mannes. McGuinness’ katholisch-republikanische Partei Sinn Fein lehnt die Zugehörigkeit Nordirlands zum Königreich auch heute noch ab und fordert stattdessen eine Wiedervereinigung mit der Republik Irland. Er setzt sich aber seit Jahren für Frieden zwischen Katholiken und Protestanten ein. Die IRA selbst schwor dem bewaffneten Kampf inzwischen ab. AFP

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