Politik : Hannover genehmigt Schacht Konrad

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Hannover (dpa). Niedersachsen hat den Bau des umstrittenen Atomendlagers Schacht Konrad in Salzgitter genehmigt. Die SPD-Landesregierung nahm am Dienstag in ihrer Kabinettssitzung in Hannover den Planfeststellungsbescheid zustimmend zur Kenntnis und beendete damit das vor 20 Jahren begonnene Verfahren. Es handelt sich um das zweite genehmigte Atomendlager in Deutschland neben dem Lager in Morsleben in Sachsen-Anhalt. Offen ist jedoch, ob Schacht Konrad jemals gebaut werden wird.

In dem ehemaligen Eisenerzbergwerk können nach dem Bescheid des niedersächsischen Umweltministeriums 303 000 Kubikmeter schwach und mittel radioaktiver Abfall entsorgt werden. Die Genehmigungsbehörde hat damit die zulässige Einlagermenge mehr als halbiert. Ursprünglich wollte der Bund, der den Antrag auf Bau des Endlagers 1982 gestellt hatte, in Schacht Konrad 650 000 Kubikmeter Atommüll mit geringer Wärmeentwicklung entsorgen. Er hat der Mengenreduzierung zugestimmt. Niedersachsens Umweltminister Jüttner wies darauf hin, dass der Genehmigungsbescheid erst rechtskräftig wird, wenn die gerichtlichen Auseinandersetzungen beendet sind.

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