Politik : Hartnäckig

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Wenn sich Wolfgang Clement etwas in den Kopf gesetzt hat, so sagen die, die ihn als Ministerpräsident in NordrheinWestfalen kennen, dann zieht er das durch. Seit der Bundestagswahl ist der Sozialdemokrat Gerhard Schröders Superminister für Wirtschaft und Arbeit. Nicht, dass er sich nach dem Amt gedrängt hätte. Clement war gern Regierungschef in Düsseldorf. Schließlich sei das seine Heimat, so lange er denken kann, sagt er. Doch sein Parteichef musste einen Beleg dafür liefern, dass er es ernst meint mit den Reformen. Dass Clement politisch taktieren kann, bewies er bei den Hartz-Gesetzen. Gewerkschaften und Union holte er mit ins Boot. Kommende Woche muss er seinen Kurs der Erneuerung der Marktwirtschaft im eigenen politischen Lager verteidigen. Vertreiben lassen will er sich nicht: Diese Woche verließ Clement sein Berliner Notquartier und mietete sich am Regierungssitz eine eigene Wohnung. asi

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