Politik : Hassreden

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Der in diesem Juni gewählte iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat in den vergangenen drei Monaten wiederholt mit Verbalattacken auf Israel weltweit Empörung ausgelöst. Wir dokumentieren im Folgenden einige Äußerungen, die von dpa aus dem Persischen übersetzt wurden:

„Der Staat Israel wurde von der globalen Arroganz (Imperialismus) mit dem Ziel gegründet, einen Brückenkopf in die islamische Welt hinein zu errichten, um sie zu bekämpfen. (…) Inschallah wird die Prophezeiung des Imam (Ajatollah Chomeini), Israel werde vernichtet, durch kontinuierliche Weisheit der Palästinenser auch bald realisiert werden. (...) Es ist machbar, dass dieser Schandfleck (Israel) aus der islamischen Welt getilgt wird.“ (am 26. Oktober in einer Rede auf einer Konferenz in Teheran unter dem Motto „Eine Welt ohne Zionismus“)

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„Manche der europäischen Staaten bestehen darauf, dass Hitler Millionen von unschuldigen Juden ermordet hat. Jeder, der das sogar mit konkreten Beweisen bezweifelt, wird entweder verurteilt oder landet im Gefängnis. Wir erkennen diese Behauptungen (Holocaust) nicht an, aber auch falls es wahr sein sollte, stellen wir den Europäern die folgende Frage: Ist die Ermordung unschuldiger Juden Grund genug, um Besatzer in Jerusalem zu unterstützen? Falls die Europäer es ehrlich meinen, sollten sie den Zionisten in einigen ihrer Länder, wie zum Beispiel Deutschland oder Österreich, einen Platz geben. Die Zionisten könnten dann ihren eigenen Staat gründen.“ (am 8. Dezember vor der Presse am Rande eines Gipfeltreffens islamischer Staaten in der saudischen Pilgerstadt Mekka nach Angaben der Teheraner Nachrichtenagentur Irna)

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„Statt das Hauptproblem (die israelischen Angriffe in Palästina) zu thematisieren, widmet sich der Westen dem Märchen vom Massaker an den Juden. (…) Wenn Gott, die Propheten und die Religion im Westen verleugnet werden, kümmert das niemanden, aber wenn jemand dieses Märchen vom Massaker an den Juden nicht glaubt, dann heult die zionistische Propagandamaschine laut auf.“ (am 14. Dezember vor mehreren 10 000 Iranern in Sahedan während einer Rundreise durch die Provinz Sistan-Belutschistan in Südostiran)

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