Politik : Hat die AOK Akten über Zwangsarbeit vernichtet?

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Frankfurt (Main) (dpa). Ehemalige NS-Zwangsarbeiter haben die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) Hessen beschuldigt, wichtige Akten vernichtet zu haben. Ohne diese Papiere könnten bis zu 13 000 Betroffene ihre Zwangsarbeit nicht mehr nachweisen, teilte eine australische Organisation am Dienstag mit. Die AOK Hessen bestreitet die Vorwürfe. Der „Migrant Service“ mit Sitz in Albany wirft der AOK vor, 1996 in zwei Regionaldirektionen „sämtliche Unterlagen, die sich auf Zwangsarbeiter bezogen“, zerstört zu haben. Der Service hat nach eigenen Angaben in den vergangenen zehn Jahren 256 000 möglicherweise anspruchsberechtigte Menschen beraten. Die AOK bestätigte, in Südhessen 1996 Daten vernichtet zu haben. Darunter hätten sich aber keine von möglichen Zwangsarbeitern befunden.

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