Hatespeech im Internet : Soll Facebook geschlossene Gruppen durchsuchen?

Weil Andersdenkende keinen Zugriff auf geschlossene Gruppen haben, sind Ermittlungen schwierig. Sollte Facebook sie gezielt auf Hasskommentare durchsuchen? Machen Sie mit bei der Umfrage.

Hass im Internet: Die Fallzahlen sind im Zusammenhang mit der Flüchtlingsdebatte deutlich gestiegen
Hass im Internet: Die Fallzahlen sind im Zusammenhang mit der Flüchtlingsdebatte deutlich gestiegenFoto: Lukas Schulze/dpa

Seit Jahren fordert die Bundesregierung von Facebook, konsequenter gegen Hass-Kommentare vorzugehen. Der Konzern überprüft kritische Äußerungen grundsätzlich erst, nachdem diese von einem anderen Nutzer beanstandet wurden. Im vergangenen September rang Justizminister Heiko Maas Facebook das Versprechen ab, solche Prüfungen künftig binnen 24 Stunden vorzunehmen.

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Was tun gegen Hate Speech im Netz?
Was tun gegen Hate Speech im Netz?

Bis heute hält Facebook dieses Versprechen nicht ein. Das von Maas für gut befundene Meldesystem ist nur für die offenen Bereiche von Facebook praktikabel. Für geschlossene Gruppen wie „Die Runde“ ist es ungeeignet. Weil Andersdenkende gezielt draußen gehalten werden, ist die Chance gering, dass Verstöße überhaupt gemeldet werden. Und es gibt hunderte solcher Gruppen.

Unser Autor hat sich in einer verdeckten Recherche in solche geschlossene rechte Gruppen eingeschmuggelt und erlebt, wie gewaltbereit und menschenverachtend im Milieu kommuniziert wird. (Tsp)

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