Politik : Hatte Osthoff bei Freilassung Lösegeld-Scheine bei sich?

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Berlin/München - Die im Irak entführte Deutsche Susanne Osthoff hat nach einem Bericht des Magazins „Focus“ unmittelbar nach ihrer Freilassung Lösegeld- Scheine bei sich gehabt. Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Bagdad hätten mehrere tausend US-Dollar – mit Gummibändern zu Bündeln zusammengebundene Scheine – in Osthoffs Kleidern entdeckt, als die Archäologin die Dusche der diplomatischen Vertretung benutzt habe.

Bei einer Überprüfung der Seriennummern der Scheine hätten Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) eine Übereinstimmung mit dem von der Bundesregierung gezahlten Lösegeld festgestellt. Über die Geldbündel hätten Diplomaten der Botschaft umgehend den Krisenstab des Auswärtigen Amtes (AA) in Berlin informiert. Das AA und das BKA wollten den Bericht am Samstag nicht kommentieren.

Die Bundesregierung hatte eine frühere Darstellung Osthoffs über ein Geldangebot an ihre Entführer nicht bestätigt. Susanne Osthoff sei für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar gewesen, berichtet „Focus“. dpa

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