Politik : Heiliger Ort

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Für die Schiiten ist Kufa ebenso wie die nahe gelegenen Städte Kerbala und Nadschaf ein heiliger Ort. Hier wurde im Jahre 661 der Schwiegersohn des Propheten Mohammed, der vierte Kalif Ali, getötet. Seine Anhänger, die Schiiten, erkennen bis heute nur ihn und seine Nachfolger als rechtmäßige Träger der Kalifenwürde an. Kufa, das heute etwa 110 000 Einwohner hat, war über eine kurze Zeit sogar Sitz des Kalifen, also des höchsten Führers aller Muslime. Wichtigstes Kennzeichen der Stadt ist die Große Moschee mit ihrer vergoldeten Kuppel. Der Freitagsprediger dieses Gotteshauses ist der radikale Schiitenführer Muktada al Sadr. Seine Milizen kontrollieren die Stadt. M.G.

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