Politik : Heinemann-Preis: DDR-Bürgerrechtlerinnen gewürdigt

Drei ostdeutsche Bürgerrechtlerinnen sind in Weimar mit dem Gustav-Heinemann-Bürgerpreis der SPD geehrt worden. Die mit 20 000 Mark dotierte Auszeichnung für Ruth Misselwitz, Ulrike Poppe und Andrea Richter erfolge stellvertretend für andere Frauen und Männer aus der ehemaligen DDR, die sich "in ihrer Überzeugung nicht verbiegen ließen", sagte der Publizist Reinhard Appel am Mittwoch in seiner Laudatio. Die evangelische Pfarrerin Ruth Misselwitz (48) wurde für ihr Engagement in einem Friedenskreis in Berlin-Pankow geehrt, der seit Anfang der 80er Jahre vielen Menschen Hilfe gegen staatliche Gewalt bot. Ulrike Poppe (47) gehörte 1981 zu den Gründerinnen der DDR-weiten Gruppe "Frauen für den Frieden" und war später in der Bürgerbewegung "Demokratie jetzt" engagiert. Pastorin Andrea Richter (56), die von 1972 bis 1986 Jugendpastorin in Naumburg war, wurde für ihren Einsatz für Menschen in Bedrängnis gewürdigt.

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