Politik : Hepatitis-Patienten scheitern mit Klage

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(dpa). Das Berliner Landgericht hat eine Musterklage von HepatitisOpfern gegen die Bundesrepublik abgewiesen. Das Gericht argumentierte, die Hepatitis-C-infizierten Bluter müssten ihre Forderungen zunächst an die Pharmaindustrie richten. Fünf Betroffene hatten vom Bund Entschädigungen von jeweils 35 000 Euro gefordert, weil sie von 1978 bis 1984 mit verseuchtem Blutplasma behandelt worden waren. Aus Sicht der Kläger sollte der Staat für ihre Erkrankung haften, weil er die Aufsichtspflicht über das damalige Bundesgesundheitsamt vernachlässigt habe. Das Amt war zuständig für Zulassung und Kontrolle der Präparate. Das zumeist aus den USA stammende Blutplasma war mit Viren verunreinigt. Bundesweit sind rund 2000 Menschen betroffen. Hepatitis C kann Leberzirrhose und Krebs hervorrufen.

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