Politik : Hessen-CDU will kein Geld von Kanther

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Wiesbaden - Hessens CDU verzichtet auf Schadenersatzforderungen gegen den früheren Landeschef Manfred Kanther. Auch gegen Ex-Landesschatzmeister Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein sowie Ex-Finanzberater Horst Weyrauch werde man keine Klage erheben, sagten Generalsekretär Michael Boddenberg und Schatzmeister Hans Hermann Reschke am Samstag. Dies hätten die Führungsgremien der Partei beschlossen. Ein möglicher Prozess sei mit erheblichen finanziellen Risiken für die hessische CDU verbunden.

In einem Rechtsgutachten seien Zweifel geäußert worden, ob ein Schadenersatzanspruch bestehe, hieß es. Hinzu kämen Prozesskosten von 1,5 bis zwei Millionen Euro, die die Landespartei bei einer Niederlage vor Gericht zu tragen hätte. Wegen eines unvollständigen Rechenschaftsberichts der Hessen-CDU für das Jahr 1998 hatte der damalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) von der Bundes-CDU die Rückzahlung staatlicher Parteienfinanzierung in Höhe von 21 Millionen Euro gefordert. ddp

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