Politik : Hessen-FDP will weniger Westerwelle

Berlin - Angesichts miserabler Umfragewerte wächst in der FDP die Kritik an der Parteispitze. Die Hessen-FDP fordert vom Parteichef, sich aus der Innenpolitik herauszuhalten. „Guido Westerwelle soll das Amt des Außenministers ausfüllen und glaubhaft vertreten“, sagte Hessens Landeschef Jörg-Uwe Hahn dem „Handelsblatt“. Generalsekretär Christian Lindner solle die Innenpolitik abdecken. Westerwelle solle sich zur Flutkatastrophe in Pakistan äußern und nicht zur Sicherungsverwahrung.

In Umfragen liegt die FDP seit Monaten nur noch bei etwa fünf Prozent. Am Montag kommt das Parteipräsidium das erste Mal nach der Sommerpause zusammen. Parteichef Westerwelle will sich im September in vier Regionalkonferenzen den Mitgliedern stellen. Danach will die FDP ihre Ziele in der Regierung neu festlegen.

Im „Handelsblatt“ nannte Hahn es unglücklich, dass Westerwelles Ministerarbeit von innenpolitischen Äußerungen überdeckt werde. „Darunter leidet auch das Image der FDP.“    Forderungen nach Steuersenkungen seien momentan selbst Sympathisanten der Partei nicht vermittelbar, sagte Hahn. Westerwelle hatte wegen des Wirtschaftsaufschwungs gefordert, den Spielraum für Steuersenkungen zu nutzen. dpa/HB

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