Hessen : Grüne für Ampelkoalition mit SPD und FDP

Der Spitzenkandidat der hessischen Grünen, Tarek Al-Wazir, hat sich für eine Ampelkoalition seiner Partei mit SPD und FDP ausgesprochen. Die Liberalen dürfen sich nicht verweigern, argumentiert er.

Berlin "Das Wahlergebnis macht nur eine große Koalition oder eine Dreier-Konstellation möglich", sagte Al-Wazir dem Tagesspiegel. Das sei eine neue Lage für ein westdeutsches Flächenland, die "von allen Beteiligten mehr Kompromissbereitschaft" erfordere. Deshalb verstehe er nicht, "warum die FDP sich selbst Sondierungsgesprächen kategorisch verweigert." Die FDP müsse verstehen, dass der Wahlkampf vorbei ist: "Wir alle haben die Aufgabe, das Votum der Wähler nun umzusetzen."
Roland Koch sei der Verlierer dieser Wahl, sagte Al-Wazir, "auch wenn er das nicht wahrhaben will und an seinem Sessel klebt wie Pattex." Andrea Ypsilanti sei die Wahlsiegerin, sie habe daher den Auftrag zur Regierungsbildung. "Ich warne die CDU davor, in diesem Land Unregierbarkeit zu produzieren, und insgeheim auf Neuwahlen zu setzen. Wenn Roland Koch Chaos produzieren will, dann wird er der Verantwortung seines Amtes nicht gerecht." Auf Verhandlungen über eine Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen werde sich seine Partei nicht einlassen, bekräftigte Al-Wazir, "wir geben uns nicht dafür her, dem Wahlverlierer ins Amt zu helfen." Tsp

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