Hessen : Ypsilanti angeblich zu Rücktritt bereit - SPD dementiert

Einem Medienbericht zufolge will Andrea Ypsilanti ihren Stuhl als SPD-Landesvorsitzende räumen, falls Union und FDP bei der hessischen Landtagswahl im Januar die Mehrheit gewinnen. Eine solche Vereinbarung bestreitet die SPD - kann die Diskussion aber nicht unterm Deckel halten.

Ypsilanti
Andrea Ypsilanti ist angeblich bereit, den Landesvorsitz abzugeben, falls CDU und FDP die Wahl gewinnen. -Foto: dpa

Die hessische SPD lehnt eine Debatte über die Zukunft ihrer Landesvorsitzenden Andrea Ypsilanti ab, kann sie aber nicht verhindern. "Wir führen keine Personaldebatte", sagte ein Parteisprecher in Wiesbaden zu Berichten, nach denen Ypsilanti nach der Landtagswahl dem neuen Spitzenkandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel (TSG) Platz machen werde. Die "tageszeitung" zitiert den hessischen SPD-Landrat Udo Schlitzberger dagegen mit den Worten "Ypsi ist jetzt Landesvorsitzende". Der Chef des SPD-Kreises Kassel fügte an: "Wenn die Welt nicht untergeht, kommt der TSG nach der Wahl in eine Führungsrolle. Das dürfte unstrittig sein, auch wegen des Generationswechsels."

Die "Leipziger Volkszeitung" hatte zuvor berichtet, Ypsilanti wolle sich von ihren Spitzenämtern zurückziehen, falls CDU und FDP bei der Landtagswahl am 18. Januar eine Mehrheit erreichen. Sie werde sich dann nicht mehr um das Amt der Fraktionsvorsitzenden bewerben. Dies sei das Ergebnis einer innerparteilichen Absprache mit Schäfer-Gümbel. Ypsilanti und Schäfer-Gümbel betonten seit Wochen, diese Fragen würden nach der Wahl geklärt, sagte der SPD-Sprecher dazu.

Ypsilanti hatte beim SPD-Wahlparteitag im Dezember angekündigt, die Verantwortung für das Wahlergebnis zu übernehmen. Schäfer-Gümbel hatte sich mehrfach als "Nummer eins" der hessischen SPD bezeichnet. Er hatte zugleich jedoch offengelassen, ob er nach der Wahl die Ämter als Partei- und Fraktionschef von Ypsilanti übernimmt. (jvo/dpa)

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