Hessen : Ypsilanti kritisiert Westerwelle scharf

Blockiert die Bundes-FDP die Koalitionsbildung in Hessen? Andrea Ypsilanti hat dem Parteichef der Liberalen, Guido Westerwelle, vorgeworfen, eine Ampel in Hessen verhindern zu wollen.

Ypsi Hahn
Werden sie doch noch ein Paar? Hessens SPD-Chefin Ypsilanti und FDP-Politiker Hahn. -Foto: ddp

Berlin Die hessische SPD-Chefin Andrea Ypsilanti hat den FDP-Bundesvorsitzenden Guido Westerwelle dazu aufgerufen, sich aus den Beratungen über mögliche Regierungsbündnisse in Hessen herauszuhalten. "Ich glaube, dann wären wir schon einen Schritt weiter", sagte die SPD-Bewerberin für das Ministerpräsidentenamt in Wiesbaden im ZDF-"Morgenmagazin". Sie setze weiter auf eine Ampelkoalition mit Grünen und FDP, um den amtierenden Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) abzulösen.

Trotz der bislang beharrlichen Ablehnung seitens der Liberalen hoffe sie auf ein Einlenken. Deshalb habe sie am Vortag auch mit FDP-Landeschef Jörg-Uwe Hahn telefoniert.

Westerwelle hatte der "Passauer Neuen Presse" gesagt, die FDP werde in Hessen definitiv keine Koalition mit SPD und Grünen eingehen. "Für die SPD ist die Zusammenarbeit mit den Kommunisten längst entschiedene Sache. Die Sozialdemokraten wollen, auch in Hessen, zielstrebig das Modell SPD-Grüne-Linkspartei für den Bund vorbereiten. Wir werden dafür nicht die nützlichen Idioten sein", begründete er seine Position. Zudem habe in Hessen "die bürgerliche Mitte einen Regierungsbildungsauftrag", da die CDU knapp stärker sei als die SPD und die FDP deutlich stärker als die Grünen. (ae/dpa)

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