Hilfe aus dem Iran : Nordkorea: USA beunruhigt über geplanten Raketenabschuss

Nordkorea will einen Kommunikationsatelliten ins All schießen. Das Ausland befürchtet dagegen, es handelt sich um eine Langstreckenrrakete. Jetzt wurde bekannt, dass Experten aus dem Iran Nordkorea helfen

PjöngjangZwischen dem 4. und 8. April plant Nordkorea den Abschuss einer Rakete. Offiziell soll sie einen Kommunikationssatelliten ins All transportieren. Die USA, Japan und Südkorea befürchten jedoch, dass das Land eine Langstreckenrakete testen will. Bei den Vorbereitungen des Starts wird Nordkorea außerdem von iranischen Experten unterstützt, wie japanische Medien berichten.

1998 hatte Nordkorea mit dem Abschuss einer Langstreckenrakete vom Typ Taepodong-1 eine internationale Krise ausgelöst. Nach Einschätzung der USA könnte bei dem Anfang April geplanten Versuch Nordkoreas eine Rakete vom Typ Taepodong-2 eingesetzt werden. Diese hatte Pjöngjang bereits im Juli 2006 erfolglos getestet. Sie hat eine theoretische Reichweite bis zur Westküste der USA.

Die Regierung in Tokio hatte der Armee am Freitag den Abschussbefehl für die nordkoreanische Rakete erteilt, falls diese Kurs auf Japan nehme. Die USA haben bereits Kriegsschiffe in die Gewässer vor Japan verlegt und Nordkorea gedroht, den UN-Sicherheitsrat anzurufen.

Iran hatte am 2. Februar mit einer Safir-2-Rakete erfolgreich seinen ersten Satelliten ins All befördert. Der Westen befürchtet, das Land könne diese Technologie zur Entwicklung seines Raketenprogramms nutzen. Außerdem steht der Iran im Verdacht, heimlich an einer Atombombe zu bauen. (sp/AFP)

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