Politik : Hilfe für Afghanistan: Transporte rollen wieder an

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Trotz anhaltender US-Angriffe auf Afghanistan haben die ersten Hilfsorganisationen wieder mit Nahrungs- und Medikamentenlieferungen begonnen. Nach einem ersten Lkw-Konvoi des UN-Kinderhilfswerks Unicef über die iranische Grenze ist nun auch ein Hilfstransport der Caritas ins Land gelangt. Der Lkw passierte die pakistanisch-afghanische Grenze bei Peshawar und enthält nach Angaben von Caritas International 2,5 Tonnen so genannter Basismedikamente. Ziel ist die Region Hazarajat in Zentralafghanistan.

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Umfrage: Befürchten Sie eine Eskalation der Gewalt? Auch das UN-Welternährungsprogramm (WFP) will seine Hilfslieferungen wieder aufnehmen. Geplant sei, 1000 Tonnen Hilfsgüter von Turkmenistan nach Nordafghanistan bringen, sagte Sprecherin Christiane Berthiaume. Sie konnte aber nicht bestätigen, dass die Hilfslieferungen auch von Pakistan aus wieder aufgenommen worden seien. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) beginnt am Donnerstag vom Flughafen Köln/Bonn aus mit Hilfsflügen. An Bord seien Decken, Zelte und Küchensets, außerdem Teile eines Hilfskrankenhauses, die von Paskistan aus direkt nach Afghanistan transportiert werden sollen. Das UN-Flüchtlingshilfswerk erwartet in den kommenden Tagen zehn Flugzeuge mit Hilfsgütern aus Kopenhagen.

Deutsche Hilfswerke beklagen inzwischen die zögerliche Spendenbereitschaft der Bundesbürger. Einer Umfrage zufolge gingen bei sieben großen Organisationen erst rund 1,76 Millionen Mark ein.

Unterdessen flogen US-Transportmaschinen zum dritten Mal in Folge Lebensmittel von der US-Militärbasis Ramstein nach Afghanistan. Die abgeworfenen Notrationen werden nach Darstellung der Taliban aber von der Bevölkerung verschmäht. Abdul Hanan Himat vom Informationsministerium der Taliban sagte am Mittwoch, die Bewohner der Provinzen Paktia und Chost im Osten des Landes vernichteten die Pakete. "Die Amerikaner töten uns und greifen uns an, wir benötigen ihre Lebensmittel nicht".

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