Hilfsorganisation "Grünhelme" : In Syrien entführte Geiseln zurück in Deutschland

Die Mitte Mai entführten deutschen Nothelfer sind wieder zurück in Deutschland. Laut Auswärtiges Amt geht es ihnen den "Umständen entsprechend gut".

Zwei Mitte Mai in Syrien entführte deutsche Nothelfer sind wieder zurück in ihrer Heimat. Die Beiden seien „unversehrt“ in Deutschland angekommen, ihnen gehe es „den Umständen entsprechend gut“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Samstag. Bei ihrer Rückkehr wurden sie von der deutschen Botschaft in Ankara unterstützt. Die Suche nach einem dritten vermissten Deutschen geht derweil weiter: Der Krisenstab des Auswärtigen Amtes bemühe sich weiter „mit Hochdruck“ um die Klärung seines Verbleibs, sagte der Sprecher.

Die drei Mitarbeiter der Hilfsorganisation Grünhelme waren in der Nacht zum 15. Mai im Ort Harem in der Region Idlib verschleppt worden. Bei den beiden befreiten Männern handelt es sich laut der Organisation um einen Industriemechaniker und einen Bautechniker. Ein 72-jähriger Ingenieur, der erst wenige Tage vor der Entführung in der Region eingetroffen war, wird weiterhin vermisst.

Die Grünhelme wurden von Rupert Neudeck ins Leben gerufen, dem Gründer des deutschen Not-Ärzte-Komitees Cap Anamur. In Syrien herrscht Bürgerkrieg, der sich aus einer Revolte gegen Präsident Baschar al-Assad im März 2011 entwickelte. Nach jüngsten Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden seither mehr als 100.000 Menschen getötet. (Afp)

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