Politik : Hinter den Linden: Große Hilfe

Stephan-Andreas Casdorff

Das ist mal ein großer Diplomat, sowohl als auch: Dieter Kastrup. Er ist deutscher Vertreter bei den Vereinten Nationen und somit ein herausragend wichtiger Botschafter unseres Landes. Nebenbei bemerkt ist er auch noch von Gestalt unübersehbar, wie er da beim Kanzler steht.

Kastrup war zu Zeiten, da zwei deutsche Staaten wieder zu einem zusammengefügt wurden, der vom damaligen Bundesminister Hans-Dietrich Genscher mit den Anforderungen betraute Staatssekretär des Außenamts. Wiewohl es immer hieß, er sei Sozialdemokrat. Kastrup half, den Zwei-plus-Vier-Prozess in Gang zu setzen, was höchste Diplomatie bedeutete, nämlich: Ihm die von Deutschen und Amerikanern gemeinsam gewünschte Richtung zu geben. Das und alles was noch kam, war eine große Tat. Kastrup hat seinen Anteil daran.

Nun fügt es sich, dass dieser Diplomat gut zehn Jahre nach dem historischen Zusammenbruch des Ost-West-Gegensatzes an dieser Zeitenwende mitwirkt: dem Kampf einer Weltallianz gegen den Terror. Der Anschlag auf das World Trade Center in New York erfordert in der Konsequenz wieder eine aufs Höchste koordinierte Kooperation der USA und des inzwischen zusammengewachsenen Deutschlands. Das gilt sowohl zwischenstaatlich als auch im Rahmen der Vereinten Nationen in New York.

Die Resolutionen des Sicherheitsrats direkt nach den beiden Anschlägen in Amerika, die Überlegungen in den UN zur Hilfe für das von seinen Machthabern geschundene Afghanistan - Deutschland spielt eine gute Rolle. Kastrup hat seinen Anteil daran. Der Kanzler hat ihn zu Beratungen mitgenommen.

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