Hintergrund : Das schwarz-rote Steueränderungsgesetz

Die Neuregelung soll die öffentlichen Haushalte im kommenden Jahr um 2,1 Milliarden Euro entlasten. Die wichtigsten Bestandteile des Gesetzes im Überblick.

Arbeitszimmer

: Ein häusliches Arbeitszimmer ist künftig nur noch dann als Betriebsausgabe oder über Werbungskosten steuerlich absetzbar, wenn es den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit darstellt. Bisher gilt hier eine Grenze von 50 Prozent.

Kindergeld: Für Kinder ab Geburtsjahrgang 1983 wird Kindergeld nur noch bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres und nicht mehr bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres gezahlt. Für den Geburtsjahrgang 1982 gilt das 26. Lebensjahr.

Reichensteuer: Für private Einkommen über 250.000 Euro bei Ledigen und 500.000 Euro bei zusammen veranlagten Ehegatten müssen künftig als Spitzensteuersatz 45 Prozent statt 42 Prozent Steuern abgeführt werden. Für die Gewinneinkünfte aus der Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetriebe oder selbstständiger Arbeit wird ein Entlastungsbetrag eingeführt, damit diese nicht bei der Reichensteuer angerechnet werden. Sollte es 2008 nicht zu einer Unternehmenssteuerreform kommen, soll die Regelung verlängert werden.

Sparerfreibetrag: Der Sparerfreibetrag wird auf 750 Euro für Ledige und 1500 Euro für zusammen veranlagte Ehegatten gesenkt. Bislang liegt die Grenze bei 1370 beziehungsweise 2740 Euro.

Pendlerpauschale: Vom Grundsatz her entfällt künftig die Pendlerpauschale für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz. Zur «Vermeidung von Härten für Fernpendler» wird die Entfernungspauschale in Höhe von 30 Cent aber ab dem 21. Kilometer «wie Werbungskosten oder Betriebsausgaben» berücksichtigt, obwohl es diese eigentlich für Pendler nicht mehr gibt.

Bergmannspremie: Die steuerfreie Bergmannsprämie wird 2007 von 5 Euro auf 2,50 Euro für jede volle Unter-Tage-Schicht gesenkt und 2008 endgültig abgeschafft. Die Prämie war 1956 in Anerkennung der besonderen Leistungen der unter Tage tätigen Bergmänner und aus arbeitsmarktpolitischen Gründen eingeführt worden. (tso/ddp)

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