Hintergrund : Die Macht des französischen Präsidenten

Nicolas Sarkozy hat das Präsidentenamt übernommen. Der französische Präsident ist einer der mächtigsten Staatschef Europas.

Hamburg - Zuweilen wird er auch als "Monarch auf Zeit" bezeichnet. Legitimiert wird seine Machtfülle in der Verfassung der 1958 von Charles de Gaulle gegründeten V. Republik und mit der Wahl durch das Volk.

Der auf fünf Jahre gewählte Präsident ist Chef der Exekutive. Er leitet die Kabinettssitzungen und bestimmt so auch tägliche Regierungsgeschäfte. Der Premierminister wird vom Präsidenten ernannt. Außerdem kann der Präsident das Parlament jederzeit auflösen und Wahlen anordnen. Er selbst kann nicht abgewählt werden. Die Außen- und Sicherheitspolitik fällt traditionell in seine Zuständigkeit. Als Oberbefehlshaber der Streitkräfte entscheidet er auch über den Einsatz von Atomwaffen.

Seine innenpolitischen Befugnisse werden geschwächt, wenn das gegnerische Lager und der Regierungschef in der Nationalversammlung eine Mehrheit haben. Eine derartige "Kohabitation" gab es zuletzt von 1997 bis 2002 mit dem Konservativen Jacques Chirac als Präsident und dem Sozialisten Lionel Jospin als Premierminister. (tso/dpa)

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