Hipster-Debatte : "Wie die Grünen in ihren schlechtesten Tagen"

Grünen-Politiker Robert Habeck antwortet Jens Spahn in der Wochenzeitung Die Zeit auf seine Hipster-Kritik. Der CDU-Politiker wolle Leute umerziehen.

Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), stellvertretenden Ministerpräsident und zum Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung in Schleswig-Holstein.
Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), stellvertretenden Ministerpräsident und zum Minister für Energiewende, Landwirtschaft,...Foto: Mike Wolff

Robert Habeck (Die Grünen) kontert Jens Spahns „Hipster-Vorwurf“. Inhaltlich seien Spahns Argumente lediglich „eine neue Version des alten Liedes ‚Früher war alles besser‘“. Der CDU-Politiker versuche, so Schleswig-Holsteins Umweltminister in einem Gastbeitrag im Feuilleton der Wochenzeitung Die Zeit, die Lebensgewohnheiten von Menschen zu ändern: „Er will Leute umerziehen. Wie die Grünen in ihren schlechtesten Tagen.“

Er selbst habe bislang gedacht, dass die von Spahn beklagte Bedrohung der Gesellschaft „zum Beispiel mit den radikalen Veränderungen der Arbeitswelt zusammenhängt, damit, dass Millionen Jobs durch Roboter ersetzt werden; damit, dass nicht mehr alle in der digitalen Welt mithalten können, und nicht so sehr daran, dass Kinder Englisch lernen und es sogar sprechen“.

Für ihn sei die Debatte um Englisch sprechende Hipster vielmehr ein Zeichen der allgemeinen Stimmung in Deutschland und für den „vor sich hinmerkelnden Wahlkampf. Kriege, Krisen, taumelndes Europa, Erderwärmung, die Zukunft der deutschen Industrie: Who cares?“

Spahns Äußerungen seien aber trotzdem politisch ernst zu nehmen, da sie letztlich für diese Strategie stünden: „Solange wir über Nebensächlichkeiten diskutieren, setzen wir uns nicht mit den großen Fragen auseinander.“

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