Hisbollah-Kommandeur Badreddine : Top-Terrorist bei Luftschlag in Syrien getötet

Die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah hat am Freitag den Tod ihres Militärkommandeurs in Syrien bekannt gegeben. Mustafa Badreddine soll demnach bei einem Luftschlag durch die israelische Luftwaffe getötet worden sein.

Badreddine war einer der Verdächtigen im Fall des Sprengstoffattentats von 2005 auf den früheren libanesischen Ministerpräsident Rafik Hariri.
Badreddine war einer der Verdächtigen im Fall des Sprengstoffattentats von 2005 auf den früheren libanesischen Ministerpräsident...Foto: REUTERS

Ein Anführer der Schiitenmiliz Hisbollah ist Medienberichten zufolge bei einem israelischen Luftangriff in Syrien getötet worden. Die libanesische Miliz teilte demnach am Freitag mit, Mustafa Badreddines sei bereits am Dienstag bei einer großen Explosion nahe des Flughafens der syrischen Hauptstadt Damaskus umgekommen.

Badreddine war einer der Verdächtigen im Fall des Sprengstoffattentats von 2005 auf den früheren libanesischen Ministerpräsident Rafik Hariri und war vor dem von den Vereinten Nationen unterstützten Sondertribunal für den Libanon angeklagt. In Kuwait war er wegen Bombenanschlägen im Jahre 1983 zum Tode verurteilte worden.

Die vom Iran unterstützten Hisbollah ist einer der schärfsten Gegner Israels. Seit Beginn des Krieges in Syrien konzentriert die Miliz ihre Kräfte auf die Unterstützung der Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.
Seitens der EU wird der militärische Arm der Miliz als Terrorgruppe angesehen; in Deutschland steht die Hisbollah als islamistische Organisation unter der Beobachtung des Verfassungsschutzes - ihr Logo ist aber auch in Berlin immer wieder zu sehen, etwa bei der jährlich stattfindenden israelfeindlichen Al-Quds-Demonstration in Berlin. (dpa)

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