Hochschulpakt II : 275.000 neuer Studienplätze müssen warten

Es geht um nicht weniger als 275.000 neue Studienplätze, die geschaffen werden sollen. Doch Bund und Länder können sich nicht über die Finanzierung einigen.

BerlinDass sie bis 2020 rund 275.000 neue Studienplätze schaffen wollen, darüber sind sich Bund und Länder einig. Das ist auch nötig, weil dann die geburtenstarken Jahrgänge die Schule verlassen und an die Universitäten drängen. Doch wird über die Verteilung der Mittel gestritten. Während sich die SPD-geführten Länder dafür aussprechen, den Ländern mehr Geld zu zahlen, die mehr Studenten ausbilden,  sind die CDU-regierten Länder dagegen.

Nun soll eine Arbeitsgruppe bestehend aus sechs Landesministern bis zum 22. April einen Konsensvorschlag erarbeiten. Dann kommt die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern zu einer Sondersitzung zusammen. Bis zur Ministerpräsidentenkonferenz im Juni soll die Vereinbarung stehen.

In der ersten Phase hatten sich alle Beteiligten darauf geeinigt, bis 2010 insgesamt 91.000 zusätzliche Studienplätze zu schaffen. Gemeinsam mit dem Hochschulpakt sollten auch die Exzellenzinitiative und der Pakt für Forschung erneuert werden. Ziel sind Fördergelder für neue Professuren sowie Forschungsorganisationen. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) geht von einem Gesamtvorlumen in Höhe von rund 16 Milliarden Euro bis 2018 aus. (sp/dpa/ddp)

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