Politik : Höchste Alarmstufe für Feiern in Rom

Die Weihnachtsfeiern in Rom werden in diesem Jahr von Terrorangst überschattet. Die italienische Polizei ist nach Medienberichten vom Sonntag in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden, da Anschläge islamischer Terroristen vor allem gegen christliche Ziele befürchtet werden. Besonders streng bewacht werden der Petersplatz und der Petersdom, wo Papst Johannes Paul II. am Montag die Mitternachtsmette feiern wird. Am Dienstagmittag spendet das Oberhaupt der katholischen Kirche vom Balkon an der Fassade des Petersdoms den Weihnachtssegen "Urbi et Orbi" (Der Stadt und dem Erdkreis).

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Nach den Anschlägen vom 11. September in New York und Washington haben Terrorexperten wiederholt Rom als mögliches Ziel weiterer Attentate der Terrororganisation Al Qaida bezeichnet. Unbestätigten Medienberichten zufolge soll Al Qaida sogar ein Flugzeugattentat auf die Kuppel des Petersdomes geplant haben. Auch Roms U-Bahn, die täglich Tausende von Touristen zum Petersdom und zu den vatikanischen Museen bringt, gilt als ein mögliches Anschlagsziel. In ganz Italien sind mehr als 1000 Objekte unter Sonderbewachung durch die Polizei oder das Militär gestellt worden.

Papst Johannes Paul II. appellierte unterdessen an alle Entführer auf der Welt, ihre Opfer freizulassen. "Möge das heilige Weihnachtsfest die Herzen der Entführer erweichen und sie davon überzeugen, all diese Menschen frei zu lassen", sagte der Papst während seiner wöchentlichen Sonntagsbotschaft vor Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom. Namentlich nannte der Papst den 44-jährigen italienischen Priester Guiseppe Pierantoni, der im Oktober auf den Philippinen entführt worden war. Es wird vermutet, dass Pierantoni von der selben Gruppe gefangen gehalten wird, die auch den 51-jährigen Kanadier Pierre Belanger entführt hatte, der am Sonntag von philippinischen Soldaten befreit worden war.

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